Der Darm.

UNSER ZWEITES GEHIRN.

„Der Darm ist unser zweites Gehirn“ heißt es. Wie wahr! Was die Seele nicht verarbeitet, geht weiter in den Bauch. Nach dem Gehirn hat unser Darm das zweitgrößte Nervensystem. Darm und Gehirn sind miteinander so verbunden, dass im Allgemeinen von der Darm-Hirn-Achse gesprochen wird.


Der Darm ist unser größtes Organ und erlangt zum Glück seit einigen Jahren auch in der Schulmedizin die ihm gebührende Aufmerksamkeit. Nicht zuletzt durch die Erkenntnis, dass auch die Psyche vom Darm beeinflusst wird. Was wir unserem Darm an Nahrung und Aufmerksamkeit geben, entscheidet über unsere Gesundheit.

Der Darm - das lang unterschätze und unbeachtete Organ:

  • Im Dünndarm wird die Nahrung verdaut und in kleine Bestandteile zerlegt, um die Nährstoffe aufnehmen zu können. Die hier arbeitenden Verdauungssäfte haben die notwendigen Enzyme für die Aufspaltung dabei. Danach kann die Darmschleimhaut die Nährstoffe in den Stoffwechsel aufnehmen.

  • Im Dickdarm wird der Speisebrei durch Wasserentzug eingedickt. Dabei werden bis zu 90 % Wasser entzogen! Nun sollen die übrig gebliebenen, schwer verdaulichen Nahrungsbestandteile - die Ballaststoffe - zersetzt werden. Unsere körpereigenen Verdauungsenzyme sind dazu nicht wirklich in der Lage. Den Job übernehmen die vielen verschiedenen Stämme von Darmbakterien. Die von ihnen produzierten speziellen Verdauungsenzyme bauen die Ballaststoffe ab und bilden für uns wichtige Fettsäuren und Vitamine.
     

Das war ziemlich viel Theorie, macht aber deutlich: Unser Darm, die Darmflora mit ihren Bakterien, Mikroorganismen und all den Abläufen und Zusammenhängen sind enorm wichtig – in der Tat überlebenswichtig – für unser Verdauungssystem und unser komplettes Immunsystem.

Mit einem ungesunden Lebensstil, der falschen Ernährung, zu wenig Bewegung, zu viel Stress und Antibiotika schaden wir unserem Darm und der Darmflora.


Eine gestörte Darmflora im Ungleichgewicht kann nach ersten einfachen Verdauungsbeschwerden viele Folgen haben:

 

  • Reizdarmsyndrom mit Durchfall, Verstopfung, Bauchschmerzen, Blähungen, Blähbauch ...

  • Chronische Darmentzündungen wie Colitis Ulcerosa

  • Divertikulitis (entzündete Ausstülpungen im Dickdarm)

  • Leaky Gut (durchlässige Darmbarriere)

  • Autoimmunerkrankungen wie Psoriasis, Rheuma, Morbus Crohn, Multiple Sklerose, Hashimoto...

  • Hautentzündungen wie Neurodermitis, Rosazea ...

 

Viele Beschwerden können geheilt oder zumindest (begleitend bei einer ärztlichen Therapie) gelindert werden. Meine Ansätze und Methoden könnten Dich beispielsweise dabei unterstützen:

  • eine antientzündliche Ernährung in Deinen Alltag zu integrieren

  • mit antientzündlichen Lebensstil zu Deinem Wohlgefühl zu finden

  • mit der richtigen Balance von Ballaststoffen, gesunden Fetten, Proteinen und Probiotika Deine Darmflora zu aktivieren
     

Etwa 95 % des Glückshormons Serotonin wird im Darm gebildet! Wenn das kein Grund ist, sich um einen gesunden Darm zu kümmern...